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AI Act: Governance-Vorlagen und manipulationserkennbares Audit-Log für Admin-Änderungen

Myra AI Workspace unterstützt AI Act Governance, indem Richtlinien, Freigaben und Nachweise in technische Gateway-Einstellungen übersetzt werden. Governance-Vorlagen standardisieren die Konfiguration. Ein manipulationserkennbares Audit-Log dokumentiert schreibende Admin-Aktionen und macht nachträgliche Änderungen durch eine HMAC-SHA-256-Hash-Kette erkennbar.

AI Workspace Compliance

Auf einen Blick

  • Governance-Vorlagen: versioniert, mit Vorschau vor dem Anwenden, ohne Unterschreiten der Datenresidenz-Vorgaben

  • Audit-Log: HMAC-SHA-256-Hash-Kette, Schlüssel außerhalb der Datenbank

  • Vier-Augen-Freigabe für Änderungen an Prompt-Bibliothek, Projekten und Organisationseinstellungen

  • Compliance-Reports als CSV oder PDF

  • Ampel-Anzeige im Chat: Nutzende sehen vor dem Absenden, in welchem Datenschutzmodus ihre nächste Nachricht verarbeitet wird

  • Preisreferenz: ab 13 € pro Nutzer und Monat zzgl. MwSt.

Kurz erklärt: AI Act Governance beschreibt die technischen und organisatorischen Kontrollen, mit denen Organisationen KI-Nutzung steuern, dokumentieren und nachweisen. Myra AI Workspace unterstützt dies mit Governance-Vorlagen, Guardrails, Vier-Augen-Freigaben, Audit-Logs, Governance-Dashboard und Compliance-Reports. Ein HMAC-SHA-256-verkettetes Audit-Log macht nachträgliche Manipulationen an Admin-Protokollen erkennbar.

Das Problem

Richtlinien lassen sich ändern, Nachweise oft auch

KI ist in vielen Organisationen längst im Einsatz, oft ohne Freigabe. Laut Myra AI Adoption Report 2026 nutzen 41 Prozent aller Mitarbeitenden private Accounts für berufliche Aufgaben. Wer KI zentral bereitstellt, hat dieses Problem gelöst und steht vor dem nächsten: Wer darf die Regeln der Plattform ändern, und wie lässt sich das später belegen?

Typische Admin-Änderungen betreffen genau die Schutzmechanismen, auf die sich Datenschutz und Revision verlassen. Ein Guardrail wird deaktiviert, die Maskierung personenbezogener Daten abgeschaltet, eine Löschfrist verkürzt. Ein gewöhnliches Datenbank-Log hilft dann wenig. Wer Zugriff auf die Datenbank hat, kann auch das Log ändern.

Für AI Act Governance reicht es daher nicht, KI-Nutzung zu erlauben oder zu sperren. Organisationen müssen nachweisen können, wer Governance-Regeln geändert hat, wann dies geschah und ob die Protokolle unverändert geblieben sind.

Prüfende fragen deshalb nach belegbaren Kontrollen, nicht nach Absichtserklärungen. Für Hochrisiko-KI-Systeme verlangt der EU AI Act eine automatische Protokollierung (Art. 12) und von Betreibern eine Aufbewahrung der Protokolle von mindestens sechs Monaten (Art. 26 Abs. 6). Welche Pflichten für Ihre Organisation gelten und ab wann, lesen Sie in unserem Überblick zum EU AI Act.

Die Lösung

Governance, die sich selbst dokumentiert

Myra AI Workspace vereint ein AI Gateway mit einer Chat- und Projektoberfläche. Die Governance-Funktionen liegen im Gateway. Sie greifen bei jeder Anfrage, unabhängig vom gewählten Modell.

KI-Governance-Vorlagen: Pflichten werden zu Einstellungen

KI-Governance-Vorlagen übersetzen interne Richtlinien und regulatorische Anforderungen in konkrete Gateway-Einstellungen. Eine Governance-Vorlage hält fest, welche Pflichten aus EU AI Act oder DSGVO sie abdeckt und auf welche Gateway-Einstellungen sie wirkt. So steht Ihre regulatorische Absicht an einer versionierten, prüfbaren Stelle. Die zugrunde liegende Richtlinie muss nicht für jedes Gateway neu hergeleitet werden.

  • Vorschau vor dem Anwenden: Für jede Einstellung zeigt der Dialog den Status „Will change“, „Unchanged“, „Set on tenant“ oder „Blocked by residency floor“.

  • Datenresidenz bleibt geschützt: Eine Vorlage kann Residenz-Vorgaben verschärfen, aber nie unter die festgelegte Untergrenze senken.

  • Kein versehentlicher Ausfall: Würde eine Vorlage alle Anbieter sperren, verweigert das System das Anwenden.

  • Freigabe durch den Datenschutzbeauftragten: Vorlagen lassen sich als vom Datenschutzbeauftragten freigegeben kennzeichnen und sind dann in der Oberfläche schreibgeschützt.

  • Klare Zuständigkeit: Vorlagen erstellen und anwenden dürfen nur Admins, Tenant-Admins und KI-Manager. Jede Vorlage gehört genau einem Mandanten.

Aktuell steuern Vorlagen drei Einstellungen: EU-Region-Routing, die Durchsetzung der Anbieter-Allowlist und die verpflichtende PII-Maskierung. Weitere Einstellungen sind als Erweiterung vorgesehen. Vorlagen sind ein Werkzeug zur Umsetzung, keine rechtliche Compliance-Garantie.

Manipulationserkennbares Audit-Log für Admin-Änderungen

Ein manipulationserkennbares Audit-Log verhindert Änderungen nicht zwingend, macht sie aber überprüfbar sichtbar. Das Audit-Log schreibt für jede schreibende Anfrage an die Admin-API (POST, PATCH, PUT, DELETE) einen Eintrag. Erfasst werden Zeitpunkt, handelnde Person, Quell-IP, Methode, Pfad und Antwortstatus. Hinzu kommen sicherheitsrelevante Ereignisse, zum Beispiel:

  • das Deaktivieren oder Entfernen eines PII-Maskierungsdetektors

  • geänderte Löschfristen für Konversationen und Request-Logs

  • Konversationen, die ein Projekt mit Residenz-Beschränkung verlassen

  • erweigerte Zugriffe, fehlgeschlagene Anmeldungen, SSO-Ereignisse und Vortäuschung einer Administratoridentität

Ein Hintergrundprozess versiegelt jeden Eintrag in einer fortlaufenden Hash-Kette. Jeder Eintrag erhält eine lückenlose Sequenznummer und einen HMAC-SHA-256-Wert. Dieser wird über den Inhalt des Eintrags und den Hash des vorherigen Eintrags berechnet. Der Schlüssel liegt außerhalb der Datenbank. Wer nur Datenbankzugriff hat, kann nach einer Manipulation keine stimmige Kette neu berechnen. Regelmäßige Checkpoints verankern zusätzlich den Stand der Kette.

Audit-Einträge bleiben standardmäßig 365 Tage gespeichert, mindestens 180 Tage, höchstens zehn Jahre. Gelöscht werden nur ganze, abgeschlossene Abschnitte. Jeder Löschlauf erzeugt einen eigenen, ebenfalls versiegelten Löschprotokoll-Eintrag.

Vier-Augen-Prinzip für Konfigurationsänderungen

Konfigurationsgenehmigungen setzen ein Vier-Augen-Prinzip für sensible Konfigurationsänderungen um.  Ist die Vier-Augen-Kontrolle aktiv, wartet eine Änderung von Tenant-Admin oder KI-Manager auf die Freigabe durch eine zweite administrierende Person. Das betrifft die zentrale Prompt-Bibliothek, Projekte und die Organisationseinstellungen. Budgetänderungen lassen sich separat absichern. Offene Änderungen verfallen nach sieben Tagen.

Governance-Dashboard und Compliance-Reports

Das Governance-Dashboard bündelt technische Nachweise, die Security-, Datenschutz- und Revisionsteams für Prüfungen benötigen. Pro Mandant zeigt es die Aktivität der letzten 30 Tage: Anfragen, Detektor-Treffer sowie maskierte und blockierte Anfragen. Dazu kommen die Verteilung der Anfragen auf EU, Nicht-EU und unbekannte Regionen, die Zahl der Vorlagen und offene Freigaben. Compliance-Reports stehen als CSV und PDF zum Download bereit. Monatliche Snapshots lassen sich pro Mandant aktivieren.

Ampel-Anzeige: Datenschutz, den Sie sehen können

Ein Farbcode im Chat zeigt jederzeit, wie die nächste Nachricht verarbeitet wird:

  • 🟢 Grün: Open-Weight-Modelle auf Myra-eigener EU-Infrastruktur für besonders sensible Daten und Geschäftsgeheimnisse ohne Zugriff durch Dritte

  • 🟡 Orange: Frontier-Modelle mit automatischer Maskierung personenbezogener Daten, vorab prüfbar per Vorschau

  • 🔴 Rot: Frontier-Modelle ohne Maskierung, nur verfügbar nach Admin-Freigabe

Ampel und Audit-Log machen dieselbe Änderung aus zwei Perspektiven sichtbar: im Chat für Nutzende und im Audit-Log für Revision und Compliance.

Transparenzhinweise für KI-generierte Inhalte unterstützen Organisationen zudem dabei, Kennzeichnungspflichten im jeweiligen Nutzungskontext umzusetzen. Exportierte Dokumente erhalten einen Hinweis „KI-generiert“, im Einklang mit den Transparenzpflichten nach Art. 50 EU AI Act.

Vergleich

Anforderung, Rechtsbezug, Umsetzung

Die Tabelle beschreibt technische Funktionen von Myra AI Workspace. Ob diese Funktionen Pflichten aus dem EU AI Act, der DSGVO oder anderen Vorgaben erfüllen, hängt vom Einsatz und von der Konfiguration ab. Das muss die Organisation selbst bewerten.

Anforderung
Rechts- bzw. Normbezug
Umsetzung in Myra AI Workspace
Abdeckung

Ereignisse automatisch protokollieren

Art. 12 EU AI Act (Hochrisiko-Systeme; Anbieterpflicht), ergänzend Art. 19 EU AI Act

Audit-Log für schreibende Admin-Aktionen und Sicherheitsereignisse; strukturierter Log-Eintrag je KI-Anfrage

Teilweise unterstützt. Die technische Grundlage ist vorhanden. Das Request-Logging lässt sich aber pro Organisation oder pro Anfrage abschalten. Bei Hochrisiko-Einsatz muss es aktiv bleiben. Ob der Use Case als Hochrisiko gilt, stuft die Organisation selbst ein.

Protokolle mind. sechs Monate aufbewahren

Art. 26 Abs. 6 EU AI Act (Betreiber von Hochrisiko-Systemen); Speicherbegrenzung nach Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO

Audit-Log: mind. 180 Tage, Standard 365 Tage, bis zu 3.650 Tage; die Frist legt Myra als Betreiber fest. Request-Logs: 30 bis 3.650 Tage, pro Organisation einstellbar

Teilweise unterstützt. Für das Audit-Log gilt eine feste Mindestfrist. Request-Logs müssen auf mindestens sechs Monate eingestellt werden.

Manipulation an Protokollen erkennen

Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO (Integrität); ergänzend NIS-2 Art. 21 und DORA (IKT-Risikomanagement)

Hash-Kette mit HMAC-SHA-256 über das Audit-Log, Schlüssel außerhalb der Datenbank, regelmäßige Checkpoints

Teilweise unterstützt. Für das Audit-Log umgesetzt: Manipulation wird erkennbar, aber nicht verhindert. Die Request-Logs sind nicht durch die Hash-Kette gesichert.

KI-Inhalte kennzeichnen

Art. 50 Abs. 1, 2 und 4 EU AI Act

Hinweis auf KI-Interaktion nach dem Login; Markierung „KI-generiert“ an Chat-Antworten, auch in geteilten Unterhaltungen; Fußzeile in Dokument-Exporten (PDF, DOCX, ODT, TXT, PPTX, ODP, MD)

Teilweise unterstützt. Die sichtbare Kennzeichnung ist umgesetzt. Nicht gekennzeichnet werden Tabellenexporte (CSV, XLSX, ODS), Original-Downloads, die Zwischenablage und generierte Bilder.

Pflichten auf technische Kontrollen abbilden

Art. 25 und 32 DSGVO; Art. 44 ff. DSGVO (Datenresidenz)

Versionierte Governance-Vorlagen mit Vorschau; drei steuerbare Einstellungen (EU-Region-Routing, Provider-Allowlist, PII-Maskierung); die Residenz-Untergrenze wird immer eingehalten

Teilweise unterstützt. Die Vorlagen helfen bei der Umsetzung, ersetzen aber keine rechtliche Bewertung. Verbindlich sind nur Vorlagen, die der Datenschutz freigegeben hat. Die PII-Maskierung lässt sich nur für die ganze Organisation festlegen.

Funktionstrennung bei ausgewählten Konfigurationsänderungen

ISO/IEC 27001:2022, Anhang A 5.3; BSI C5 (OIS-04); für Finanzinstitute MaRisk AT 4.3.1

Vier-Augen-Freigabe für Prompt-Bibliothek, Agents, Agent-Zeitpläne, Projekte und Organisationseinstellungen; Budgetänderungen mit eigenem Schalter; pro Organisation aktivierbar (Standard: aus)

Teilweise unterstützt. Für Gateway-Einstellungen (Guardrails, Routing, Provider) und für Änderungen durch Platform-Admins gibt es keine Freigabe. Die Organisation braucht mindestens zwei berechtigte Admins.

Nachweise für Prüfende bereitstellen

Rechenschaftspflicht nach Art. 5 Abs. 2 und Art. 24 DSGVO

Compliance-Reports als CSV/PDF, Governance-Dashboard; monatliche Snapshots nach Aktivierung durch Myra

Unterstützt. Die Reports liefern Material für Nachweise. Sie enthalten Kennzahlen, aber keine rechtliche Bewertung.

Ereignisse automatisch protokollieren

Art. 12 EU AI Act (Hochrisiko-Systeme; Anbieterpflicht), ergänzend Art. 19 EU AI Act

Protokolle mind. sechs Monate aufbewahren

Art. 26 Abs. 6 EU AI Act (Betreiber von Hochrisiko-Systemen); Speicherbegrenzung nach Art. 5 Abs. 1 lit. e DSGVO

Manipulation an Protokollen erkennen

Art. 32 Abs. 1 lit. b DSGVO (Integrität); ergänzend NIS-2 Art. 21 und DORA (IKT-Risikomanagement)

KI-Inhalte kennzeichnen

Art. 50 Abs. 1, 2 und 4 EU AI Act

Pflichten auf technische Kontrollen abbilden

Art. 25 und 32 DSGVO; Art. 44 ff. DSGVO (Datenresidenz)

Funktionstrennung bei ausgewählten Konfigurationsänderungen

ISO/IEC 27001:2022, Anhang A 5.3; BSI C5 (OIS-04); für Finanzinstitute MaRisk AT 4.3.1

Nachweise für Prüfende bereitstellen

Rechenschaftspflicht nach Art. 5 Abs. 2 und Art. 24 DSGVO

Für wen ist AI Act Governance relevant?

  • Verantwortliche für Security, Compliance und Datenschutz: erhalten prüfbare Nachweise über Admin-Änderungen, Freigaben und Sicherheitsereignisse.

  • IT- und Plattform-Teams: steuern Governance-Regeln zentral per Vorlage statt über verstreute Einzelkonfigurationen.

  • Finanzabteilung: kann Budgetänderungen über separate Vier-Augen-Freigaben kontrollieren.

Geprüft und betrieben auf Myra-eigener EU-Infrastruktur

Zertifikat ISO 27001 BSI zertifiziert auf der Basis von IT-GrundschutzZertifikat PCI DSSISO 9001BSI C5 Testat Typ2Zertifikat Trusted CloudIDW WPS 951 Typ 2 ZertifikatKRITIS LogoBSIG KRITIS-qualifiziert Logo
Myra AI Workspace

KI sicher einführen – mit Kontrolle über Governance, Daten und Modelle

Myra AI Workspace unterstützt Teams, Abteilungen und Enterprise-Setups mit Governance-Funktionen für sichere KI-Nutzung. Welche Konfiguration passt, hängt von Nutzungsumfang, Modellen, Datenresidenz und Governance-Anforderungen ab.

Myra AI Workspace gibt es ab 13 € pro Nutzer und Monat zzgl. MwSt. Funktionsumfang und monatliches Nutzungskontingent variieren je nach Paket. Governance-Dashboard, Vorlagen und Audit-Log stehen innerhalb der Plattform zur Verfügung.

Häufig gestellte Fragen zu KI‑Governance und Audit-Logs (FAQ)

Ein manipulationserkennbares Audit-Log macht nachträgliche Änderungen sichtbar. In Myra AI Workspace erhält jeder Eintrag einen HMAC-SHA-256-Wert, der auch den vorherigen Eintrag einbezieht. Wer einen Eintrag verändert, löscht, umsortiert oder rückdatiert einfügt, bricht die Kette. Eine Prüfroutine meldet die erste Abweichung.