Neu: AI Workspace – Sichere KI für Organisationen mit sensiblen Daten. Jetzt mehr erfahren.
Die folgende Liste stellt Anbieter vor, die eine Arbeitsumgebung für Fachbereiche mit zentraler Steuerung verbinden: von den Plattformen großer US-Anbieter über europäische SaaS-Lösungen und quelloffene Projekte bis zu Confidential-Computing-Diensten. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen auf Basis offizieller Herstellerinformationen und öffentlich zugänglicher Quellen zusammengestellt, ohne Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit.
Eine AI-Adoption-Plattform bündelt den Zugang zu KI für die gesamte Belegschaft und setzt zentrale Regeln für deren Nutzung durch. Um die Lösungen zu vergleichen, sollten Sie bei allen Anbietern dieselben Kriterien anlegen:
Usability und Integration: Können Fachbereiche Chat, Prompt-Bibliotheken, Assistenten und Office-Anbindung ohne IT-Kenntnisse nutzen? Welche Wissensquellen lassen sich anbinden, und werden deren Zugriffsrechte übernommen?
Modellvielfalt und Steuerung: Welche Modellanbieter stehen zur Wahl, und lässt sich die Auswahl je Team, Projekt oder Person einschränken? Ein Wechsel zwischen Anbietern wie OpenAI, Anthropic oder Mistral verringert die Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.
Schutz personenbezogener Daten: Werden personenbezogene Angaben im Prompt erkannt, blockiert oder durch Platzhalter ersetzt? Setzt die Plattform die Originalwerte in der Antwort wieder ein, und in welchen Tarifen ist diese Funktion enthalten?
Betriebsstandort und Jurisdiktion: Wo läuft die Anwendung, wo liegen die Daten und wo findet die Modellverarbeitung statt? Ebenso relevant ist, wem der Anbieter gehört und welche Unterauftragsverarbeiter beteiligt sind.
Rollen, Rechte und SSO: Welche Anmeldeverfahren (SAML, OIDC) und welche Nutzerverwaltung (SCIM) stehen zur Verfügung? Gibt es eigene Rollen für Datenschutz, KI-Verantwortliche oder Finanzen?
Kostenkontrolle: Lassen sich Budgets oder Limits je Organisation, Team und Person setzen, oder ist die Nutzung pauschal je Lizenz abgegolten? Die Profile nennen keine Preise, weil die Abrechnungsmodelle nicht vergleichbar sind.
Nachweise und Protokollierung: Welche Zertifizierungen und Testate gelten für die Anwendung selbst, welche nur für die zugrunde liegende Infrastruktur? Kann die IT anhand von Audit-Logs und Nutzungsanalysen nachvollziehen, wie die Plattform genutzt wird?
Aimable aus Amsterdam richtet sich an den europäischen Mittelstand. Die Plattform heißt inzwischen Aimable Agentic OS und bündelt Chat, Agenten, Wissenssammlungen und Anbindungen an Fachsysteme. Das Engineering-Team des Anbieters setzt den ersten Anwendungsfall gemeinsam mit dem Kundenteam um.²
Die Steuerung erfolgt über „Spaces“: Für jedes Team legt die Administration fest, welche Modelle, Quellen und Werkzeuge erlaubt sind und wer welche Inhalte sehen darf. Bei extern gehosteten Modellen ersetzt ein Redaction-Modul Namen, E-Mail-Adressen und Kennungen vor dem Versand und setzt sie in der Antwort wieder ein. Für besonders sensible Spaces empfiehlt Aimable stattdessen Open-Source-Modelle auf dedizierten EU-GPUs oder auf kundeneigener Hardware.²
Jede Antwort enthält Quellenangaben. Ein Protokoll erfasst, wer welche Fragen gestellt hat, welche Quellen genutzt wurden und welche Kosten entstanden sind. Budgets setzen je Space oder unternehmensweit eine feste Obergrenze. Die Plattform läuft in Aimables EU-Cloud oder in der Cloud des Kunden. Aimable ist nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert; das SOC-2-Type-II-Testat ist in Arbeit.²
Aimable passt vor allem zu mittelständischen Organisationen, die belegbare Antworten, Budgetgrenzen je Team und eine begleitete Einführung suchen.
Vertragspartner für Kunden im EWR und in der Schweiz ist OpenAI Ireland Ltd. Die Plattform bietet ausschließlich OpenAI-Modelle sowie Projekte, Workspace Agents (Research Preview) und mehr als 60 Apps, unter anderem für Slack, Google Drive, SharePoint, GitHub und Atlassian. Daten aus Business und Enterprise verwendet OpenAI standardmäßig nicht zum Training.³
Der Business-Tarif enthält SAML-SSO und Admin-Rollen. SCIM, rollenbasierte Zugriffskontrolle, Enterprise Key Management, Analytics-Dashboard, Compliance-API, IP-Allowlisting und Datenresidenz sind dem Enterprise-Tarif vorbehalten. Auch die ISO-Zertifizierungen 27001, 27017, 27018 und 27701 führt die Funktionsübersicht nur für den Enterprise-Tarif auf.³
Neue Enterprise-Kunden können Inhalte im EWR und in der Schweiz speichern und festlegen, dass die Modellverarbeitung auf GPUs in dieser Region stattfindet. Authentifizierung, Routing, Analytics und CPU-Verarbeitung, etwa das Auslesen hochgeladener Dateien, können weiterhin außerhalb der Region stattfinden. Eine native Maskierung personenbezogener Daten haben wir in den ausgewerteten Quellen nicht gefunden.³
ChatGPT Enterprise passt vor allem zu Organisationen, denen ein einzelnes Modell-Ökosystem genügt und die Enterprise-Funktionen wie SCIM und Datenresidenz benötigen.
Dust aus Paris setzt auf viele zweckgebundene Agenten statt eines einzelnen Assistenten. Jeder Agent erhält eigene Anweisungen, einen abgegrenzten Wissensbestand und eine definierte Werkzeugliste. Konnektoren binden Systeme wie Slack, Notion, Google Drive und GitHub an. Weitere Werkzeuge lassen sich über das Model Context Protocol ergänzen.⁴
Berechtigungen werden über „Spaces“ gesteuert: Agenten übernehmen die Rechte der Wissensquellen, auf die sie zugreifen. Zur Wahl stehen mehr als 20 Modelle, unter anderem von OpenAI, Anthropic, Google und Mistral. Der Quellcode der Plattform ist auf GitHub öffentlich einsehbar.⁴
Dust ist nach SOC 2 Type II zertifiziert und DSGVO-konform. Kundendaten werden nicht zum Modelltraining verwendet; Modellanbieter speichern keine Daten. Bereits im Business-Tarif lässt sich die Datenhaltung in der EU oder den USA wählen. SSO ist ab fünf Plätzen auf Anfrage verfügbar. SCIM, Audit-Logs, eigene Aufbewahrungsfristen und eine Single-Tenant-Option sind dem Enterprise-Tarif vorbehalten. Eine Maskierung personenbezogener Daten mit Wiederherstellung haben wir in den ausgewerteten Quellen nicht gefunden.⁴
Dust passt vor allem zu Fachbereichen in Vertrieb, Support oder Marketing, die wiederkehrende Abläufe mit spezialisierten Agenten automatisieren wollen.
Die Berliner Langdock GmbH bietet seit 2023 Chat, Agenten, Workflows, Integrationen und eine API in einer Plattform. Die Modellliste umfasst gut 40 Modelle von OpenAI, Anthropic, Google, Meta, Mistral und DeepSeek. Für jedes Modell weist Langdock aus, ob es in der EU oder global betrieben wird.⁵
Standard ist eine Multi-Tenant-SaaS-Lösung auf Microsoft Azure mit Serverstandort in der EU. Eine Single-Tenant-Instanz bietet Langdock ab 2.000 Nutzenden an, den Betrieb in der eigenen Cloud oder On-Premises per Kubernetes ab 5.000. Langdock ist nach ISO 27001 zertifiziert und nach SOC 2 Type II geprüft. Zugriffsrechte aus Quellsystemen werden gespiegelt; eigene API-Schlüssel lassen sich hinterlegen.⁵
Eine Maskierung personenbezogener Daten im Chat haben wir in der Dokumentation nicht gefunden. Im Workflow-Produkt erkennt ein Guardrails-Knoten personenbezogene Daten und bricht den Ablauf ab. Seit September 2026 hält die deutsche Langdock Holding SE alle Anteile der Langdock GmbH; zuvor war es die US-amerikanische Langdock Inc. Wer die neue Struktur im Einzelnen kontrolliert, ist öffentlich bislang nicht nachvollziehbar.⁵
Langdock passt vor allem zu Organisationen, die ein breites Modellangebot mit EU-Hosting als Standard und vielen Integrationen suchen.
meinGPT ist ein Produkt der SelectCode GmbH in Unterhaching. Die Modellauswahl ist in vier Datenschutzstufen gegliedert. Diese reichen von „EU Only“ mit europäischem Anbieter und EU-Servern über EU-Hosting, etwa für GPT-Modelle über Azure oder Claude über Google Vertex, bis zu Modellen mit US-Hosting unter dem Data Privacy Framework.⁶
Der Datenschutzfilter ersetzt personenbezogene Daten durch Platzhalter und setzt die Originalwerte in der Antwort wieder ein. Die Erkennung erfolgt auf eigenen Servern in Deutschland. Der Filter ist ab dem 1. November 2026 auf Anfrage verfügbar und wird pro Workspace freigeschaltet. Kann er eine Nachricht nicht vollständig prüfen, wird sie nicht gesendet. Der Filter pseudonymisiert die Daten; er anonymisiert sie nicht.⁶
SelectCode ist nach ISO 27001:2022 zertifiziert. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und die Liste der Unterauftragsverarbeiter sind öffentlich zugänglich. Modelle lassen sich für ganze Workspaces, einzelne Teams oder Personen freigeben. Ein Audit-Protokoll hält Änderungen an Einstellungen fest.⁶
meinGPT passt vor allem zu mittelständischen Unternehmen, die einen deutschen Anbieter mit Schulungs- und Enablement-Angeboten suchen.
Microsoft 365 Copilot ist ein Add-on zu Microsoft 365 und setzt ein dafür berechtigendes Microsoft-365-Abonnement voraus. Für Teams ist zusätzlich eine Teams-Lizenz erforderlich. Copilot arbeitet direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams. Prompts, Antworten und über Microsoft Graph erreichbare Daten werden nicht zum Training von Foundation-Modellen verwendet.⁷
Neben OpenAI-Modellen stehen Modelle von Anthropic zur Wahl. Diese sind von der EU-Datengrenze ausgenommen und für Kunden in der EU, der EFTA und Großbritannien standardmäßig deaktiviert. Die Administration kann sie für einzelne Personen oder Gruppen freigeben. Einzelne Anthropic-Modelle mit Datenaufbewahrung beim Modellanbieter erfordern eine gesonderte Zustimmung zu Anthropics eigenen Vertragsbedingungen.⁷
Purview-DLP kann verhindern, dass Copilot auf Prompts mit sensiblen Informationstypen antwortet oder dafür eine Websuche startet. Diese Prompt-Sperre befindet sich in der Vorschau. Dateien mit bestimmten Sensitivity Labels lassen sich von der Verarbeitung ausschließen. Direkt in den Prompt hochgeladene Dateien prüft DLP dagegen nicht. Eine Maskierung mit Wiederherstellung der Originalwerte bietet Copilot nicht.⁷
Microsoft 365 Copilot passt vor allem zu Organisationen, die bereits auf Microsoft 365 und Purview aufbauen und denen die Integration in Office wichtiger ist als die Wahl zwischen vielen Modellanbietern.
Myra AI Workspace verbindet die Governance eines AI Gateways mit einer Arbeitsumgebung für Fachbereiche. Die Plattform richtet sich an Organisationen, die KI unternehmensweit einführen und zugleich eigene Anwendungen über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle anbinden wollen. Zur Verfügung stehen über 20 Provider-Integrationen; eigene Myra-Modelle laufen auf Myras EU-Infrastruktur. Neben dem Betrieb als Dienst bietet Myra auch eine On-Premises-Variante an.⁸
Fachbereiche können Chat, Projekte mit Wissensdateien einschließlich Texterkennung für Scans, Agenten, Workflows mit menschlichen Freigabeschritten und geplante Aufgaben nutzen. Wissensquellen lassen sich aus SharePoint, Confluence oder Webseiten anbinden; weitere Systeme über MCP-Konnektoren. Agenten sind zusätzlich über Teams, Slack oder Mattermost erreichbar. Die Anmeldung erfolgt per OIDC oder SAML; Nutzerkonten und Gruppen lassen sich per SCIM anlegen. Neben den Rollen Admin, Mandanten-Administrator, Mitglied und Betrachter gibt es eine Rolle für KI-Verantwortliche und eine Berechtigung für Finanzen.⁸
Der Schutz personenbezogener Daten (PII-Schutz) ersetzt diese vor der Weitergabe an externe Modelle durch Platzhalter und stellt die Originalwerte in der Antwort wieder her. Projekte lassen sich so konfigurieren, dass die Maskierung immer greift oder ausschließlich lokale Myra-Modelle verfügbar sind. Budgets lassen sich auf drei Ebenen festlegen: je Zugriffstoken, je Mandant und je Gateway, mit täglicher, monatlicher oder einmaliger Laufzeit. Eine EU-Datenresidenz lässt sich je Gateway oder organisationsweit als Mindestanforderung festlegen. Dann lehnt die Plattform jede Route außerhalb der EU vor dem Modellaufruf ab.
Myra Security ist nach ISO 27001 auf Basis von BSI IT-Grundschutz zertifiziert und nach BSI C5 Typ 2 testiert. AI Workspace läuft auf Myras zertifizierter EU-Infrastruktur.⁸
Myra AI Workspace passt vor allem zu regulierten Organisationen, die Arbeitsumgebung, Maskierung, Budgetkontrolle und Gateway aus einer Hand beschaffen und betreiben wollen.
Onyx, früher Danswer, ist eine quelloffene Plattform für Unternehmenssuche und KI-Chat. 54 offizielle Konnektoren, etwa zu Google Drive, Confluence, Slack, SharePoint und Jira, machen Firmenwissen über eine hybride Suche zugänglich. Antworten enthalten Quellenangaben. Es lassen sich beliebige Modelle anbinden, auch selbst gehostete.⁹
Die Community Edition steht unter MIT-Lizenz, die Enterprise Edition unter einer eigenen Lizenz. Rollenbasierte Rechte und die Übernahme von Zugriffsrechten aus den Quellsystemen ergänzen erst die kostenpflichtigen Tarife. Die Rechteübernahme ist nur für bestimmte Konnektoren verfügbar; SCIM gibt es nur im Enterprise-Tarif. Onyx lässt sich per Docker Compose, Kubernetes oder Helm im eigenen Rechenzentrum betreiben oder als gehosteter Dienst Onyx Cloud nutzen.⁹
Onyx wurde 2023 in San Francisco gegründet und gehört seit September 2026 zu Zoom. Die Gründer haben zugesagt, dass das Produkt quelloffen, modellunabhängig und selbst betreibbar bleibt. Beim Eigenbetrieb ist die eigene Organisation für Compliance-Nachweise, Updates und Betrieb verantwortlich.⁹
Onyx passt vor allem zu Unternehmen, die Code und Daten selbst kontrollieren wollen und KI in erster Linie zur Erschließung vorhandener Wissensbestände einsetzen.
Privatemode AI stammt von der Edgeless Systems GmbH aus Bochum. Im Mittelpunkt steht dort die Absicherung der Modellverarbeitung, weniger die Vielfalt an Business-Integrationen. Der Dienst bietet eine Chat-Anwendung und eine mit OpenAI und Anthropic kompatible Schnittstelle.¹⁰
Ein Proxy auf Kundenseite verschlüsselt Anfragen, bevor sie das eigene Netz verlassen, und prüft per Remote Attestation, welche Software sie verarbeiten wird. Entschlüsselt werden die Anfragen nur innerhalb geschützter Ausführungsumgebungen auf CPUs und GPUs. Weder der Infrastrukturbetreiber noch Edgeless Systems können Eingaben im Klartext einsehen. Zum Einsatz kommen Open-Weight-Modelle.¹⁰
Der Schutz beruht damit auf technisch überprüfbaren Garantien statt allein auf vertraglichen Zusagen. Privatemode lässt sich als gemanagter Dienst nutzen oder in eine bestehende KI-Infrastruktur einbinden. Funktionen einer Arbeitsplatz-Plattform wie Wissensanbindung, Rollenmodelle oder Budgetsteuerung stehen dagegen nicht im Vordergrund.¹⁰
Privatemode AI passt vor allem zu Personen mit beruflicher Verschwiegenheitspflicht sowie zu Organisationen aus Justiz, Gesundheitswesen, Forschung und Entwicklung, die kryptografische Nachweise für die KI-Nutzung benötigen.
Zylon wurde 2023 in Madrid von den Entwicklern des quelloffenen Projekts PrivateGPT gegründet. Die Plattform läuft vollständig in der Infrastruktur des Kunden: im eigenen Rechenzentrum, in einer privaten Cloud oder komplett abgeschottet ohne Internetverbindung. Mit „Zylon in a Box“ gibt es zusätzlich einen vorkonfigurierten Server.¹¹
Das Paket umfasst eine lokale Modellumgebung mit Vektordatenbank und GPU-Steuerung, eine OpenAI-kompatible Schnittstelle und eine Arbeitsoberfläche für Fachbereiche. Rollenbasierte Rechte und Audit-Logs sind enthalten.¹¹
Da die Modelle auf eigener Hardware laufen, entfallen nutzungsabhängige Token-Kosten externer Anbieter; stattdessen fallen Investitionen in Hardware und Betrieb an. Compliance-Nachweise erbringt die betreibende Organisation.¹¹
Zylon passt vor allem zu Organisationen aus dem Banken- und Verteidigungssektor, dem öffentlichen Sektor und dem Gesundheitswesen, wenn KI ohne jede Cloud-Abhängigkeit laufen soll.
Die Herkunft bezeichnet den Sitz des Anbieters beziehungsweise der Muttergesellschaft, nicht den Ort der Datenverarbeitung. Wo Prompts gespeichert werden und wo die Modellverarbeitung stattfindet, ist für jede Ebene gesondert zu prüfen.
Bei selbst betriebenen Plattformen bestimmt die betreibende Organisation den Standort; angebundene externe Modelle sind gesondert zu betrachten. Auch Residenzangebote haben eigene Geltungsbereiche: Bei ChatGPT Enterprise umfasst die Region „Europe“ den EWR und die Schweiz. Authentifizierung und Routing können außerhalb dieser Region stattfinden.³
Aimable Agentic OS
🇳🇱
EU-Cloud des Anbieters oder Cloud des Kunden²
Modelle nach Wahl je Space, Open-Source-Modelle auf EU-GPUs²
ChatGPT Business und Enterprise
🇺🇸 (Vertragspartner EWR: 🇮🇪)
SaaS; Datenresidenz nur Enterprise³
Nur OpenAI-Modelle³
Dust
🇫🇷
SaaS; Datenhaltung EU oder US, Single-Tenant im Enterprise-Tarif⁴
Mehr als 20 Modelle, u. a. OpenAI, Anthropic, Google, Mistral⁴
Langdock
🇩🇪
Multi-Tenant-SaaS-Lösung auf Azure (EU); Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premises ab bestimmten Nutzerzahlen⁵
Gut 40 Modelle von sechs Anbietern, EU oder global gekennzeichnet⁵
meinGPT
🇩🇪
SaaS, gehostet in Deutschland und der EU⁶
Modelle in vier Datenschutzstufen, darunter EU-only und US-Hosting⁶
Microsoft 365 Copilot
🇺🇸
Microsoft-Cloud, EU-Datengrenze mit Ausnahmen⁷
OpenAI und Anthropic; Anthropic in der EU standardmäßig deaktiviert⁷
Myra AI Workspace
🇩🇪
Gehosteter Dienst; On-Premises verfügbar⁸
Über 20 Provider-Integrationen und eigene Modelle auf EU-Infrastruktur⁸
Onyx
🇺🇸
Selbstbetrieb (Docker, Kubernetes) oder Onyx Cloud; seit 09/2026 Teil von Zoom⁹
Beliebige Modelle, auch selbst gehostet⁹
Privatemode AI
🇩🇪
Gemanagter Confidential-Computing-Dienst oder Einbindung in eigene Infrastruktur¹⁰
Open-Weight-Modelle über OpenAI- und Anthropic-kompatible API¹⁰
Zylon
🇪🇸
Ausschließlich in der Infrastruktur des Kunden, auch abgeschottet¹¹
Lokale Modelle auf eigener Hardware¹¹
Aimable Agentic OS
🇳🇱
ChatGPT Business und Enterprise
🇺🇸 (Vertragspartner EWR: 🇮🇪)
Dust
🇫🇷
Langdock
🇩🇪
meinGPT
🇩🇪
Microsoft 365 Copilot
🇺🇸
Myra AI Workspace
🇩🇪
Onyx
🇺🇸
Privatemode AI
🇩🇪
Zylon
🇪🇸
Die folgende Tabelle stellt den Umgang mit personenbezogenen Daten im Prompt, die Anmeldung und die Nachweise getrennt dar. Eine Maskierung vor der Modellverarbeitung bedeutet nicht automatisch, dass auch gespeicherte Chatverläufe nur maskierte Daten enthalten: meinGPT etwa speichert den Chatverlauf mit den Originalwerten.⁶
Auch das Verhalten im Störfall unterscheidet sich. meinGPT sendet eine Nachricht nicht, wenn der Filter sie nicht vollständig prüfen kann. Bei Myra hängt das Verhalten von der Einstellung „fail open“ oder „fail closed“ ab.⁶ ⁸ Zertifikate gelten zudem nicht immer für die Anwendung selbst, sondern teils nur für die zugrunde liegende Infrastruktur.
Aimable Agentic OS
Platzhalter mit Wiederherstellung (Redaction-Modul); alternativ Open-Source-Modelle je Space²
SAML-SSO; SCIM mit Entra ID⁵
ISO/IEC 27001:2022; SOC 2 Type II in Arbeit²
ChatGPT Business und Enterprise
Native Maskierung nicht dokumentiert³
Entra ID (SSO); SCIM, sofern für den Workspace freigeschaltet⁶
SOC 2 Type 2; ISO 27001, 27017, 27018, 27701 nur Enterprise³
Dust
Maskierung mit Wiederherstellung nicht dokumentiert⁴
Microsoft Entra ID⁷
SOC 2 Type II⁴
Langdock
Maskierung im Chat nicht dokumentiert; Workflow-Guardrail erkennt personenbezogene Daten und bricht den Ablauf ab⁵
OIDC, SAML, SCIM⁸
ISO 27001, SOC 2 Type II⁵
meinGPT
Platzhalter mit Wiederherstellung; ab 1. November 2026 auf Anfrage; kein Versand bei unvollständiger Prüfung⁶
Ein SSO-Anbieter (Google, OIDC oder SAML) in allen Editionen; SCIM nur Enterprise⁹
ISO 27001:2022⁶
Microsoft 365 Copilot
Purview-DLP blockiert Antworten (Vorschau) oder Websuche; keine Wiederherstellung der Originalwerte⁷
SSO: Nicht dokumentiert; Konten im Privatemode-Portal, Einladung je Organisation, Rollen Admin, Editor und Viewer¹⁰
ISO/IEC 42001 (Copilot ausdrücklich im Geltungsbereich); zudem die Compliance-Verpflichtungen von Microsoft 365, darunter EU-Datengrenze und ISO/IEC 27018⁷
Myra AI Workspace
Platzhalter mit Wiederherstellung; je Projekt verpflichtende Maskierung oder „Nur lokal“⁸
LDAP / Active Directory, RBAC¹¹
Myra Security: ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz, BSI-C5-Testat Typ 2⁸
Onyx
Maskierung nicht dokumentiert⁹
Beim Eigenbetrieb in der Verantwortung der betreibenden Organisation⁹
Privatemode AI
Verschlüsselung ab Endgerät; Verarbeitung im geschützten Speicher¹⁰
Überprüfbar per Remote Attestation¹⁰
Zylon
Daten verlassen die eigene Infrastruktur nicht¹¹
In der Verantwortung der betreibenden Organisation¹¹
Aimable Agentic OS
Platzhalter mit Wiederherstellung (Redaction-Modul); alternativ Open-Source-Modelle je Space²
ChatGPT Business und Enterprise
Native Maskierung nicht dokumentiert³
Dust
Maskierung mit Wiederherstellung nicht dokumentiert⁴
Langdock
Maskierung im Chat nicht dokumentiert; Workflow-Guardrail erkennt personenbezogene Daten und bricht den Ablauf ab⁵
meinGPT
Platzhalter mit Wiederherstellung; ab 1. November 2026 auf Anfrage; kein Versand bei unvollständiger Prüfung⁶
Microsoft 365 Copilot
Purview-DLP blockiert Antworten (Vorschau) oder Websuche; keine Wiederherstellung der Originalwerte⁷
Myra AI Workspace
Platzhalter mit Wiederherstellung; je Projekt verpflichtende Maskierung oder „Nur lokal“⁸
Onyx
Maskierung nicht dokumentiert⁹
Privatemode AI
Verschlüsselung ab Endgerät; Verarbeitung im geschützten Speicher¹⁰
Zylon
Daten verlassen die eigene Infrastruktur nicht¹¹
Microsoft 365 ist gesetzt, die Integration in Office zählt am meisten.
Langdock.⁵
Ein Modell-Ökosystem genügt, gebraucht werden SCIM, Datenresidenz und weitere Enterprise-Funktionen.
Dust oder Langdock.⁴ ⁵
Sie suchen ein breites Modellangebot mit EU-Hosting als Standard und vielen Integrationen.
meinGPT.⁶
Fachbereiche sollen wiederkehrende Abläufe mit spezialisierten Agenten automatisieren.
Myra AI Workspace, Aimable oder meinGPT (ab 01.11.2026 auf Anfrage).⁸ ² ⁶
Personenbezogene Daten sollen vor der Verarbeitung durch das externe Modell ersetzt und in der Antwort wiederhergestellt werden.
Myra AI Workspace („Nur lokal“ je Projekt) oder Aimable (Open-Source-Modell je Space).⁸ ²
Bestimmte Projekte dürfen nur Modelle auf eigener EU-Infrastruktur nutzen, andere auch externe Anbieter.
Myra AI Workspace.⁸
Arbeitsumgebung, Gateway-API und Budgetkontrolle sollen aus einer Hand kommen.
Aimable.²
Sie sind eine mittelständische Organisation und wollen den ersten Anwendungsfall gemeinsam mit dem Anbieter umsetzen.
Onyx.⁹
Code und Daten sollen vollständig selbst kontrolliert werden; der Schwerpunkt liegt auf der Wissenssuche.
Onyx.⁹
KI soll ohne jede Cloud-Abhängigkeit laufen, auch abgeschottet.
Zylon.¹¹
Für die Modellverarbeitung werden kryptografisch überprüfbare Garantien verlangt.
Privatemode AI.¹⁰
Microsoft 365 ist gesetzt, die Integration in Office zählt am meisten.
Langdock.⁵
Ein Modell-Ökosystem genügt, gebraucht werden SCIM, Datenresidenz und weitere Enterprise-Funktionen.
Dust oder Langdock.⁴ ⁵
Sie suchen ein breites Modellangebot mit EU-Hosting als Standard und vielen Integrationen.
meinGPT.⁶
Fachbereiche sollen wiederkehrende Abläufe mit spezialisierten Agenten automatisieren.
Myra AI Workspace, Aimable oder meinGPT (ab 01.11.2026 auf Anfrage).⁸ ² ⁶
Personenbezogene Daten sollen vor der Verarbeitung durch das externe Modell ersetzt und in der Antwort wiederhergestellt werden.
Myra AI Workspace („Nur lokal“ je Projekt) oder Aimable (Open-Source-Modell je Space).⁸ ²
Bestimmte Projekte dürfen nur Modelle auf eigener EU-Infrastruktur nutzen, andere auch externe Anbieter.
Myra AI Workspace.⁸
Arbeitsumgebung, Gateway-API und Budgetkontrolle sollen aus einer Hand kommen.
Aimable.²
Sie sind eine mittelständische Organisation und wollen den ersten Anwendungsfall gemeinsam mit dem Anbieter umsetzen.
Onyx.⁹
Code und Daten sollen vollständig selbst kontrolliert werden; der Schwerpunkt liegt auf der Wissenssuche.
Onyx.⁹
KI soll ohne jede Cloud-Abhängigkeit laufen, auch abgeschottet.
Zylon.¹¹
Für die Modellverarbeitung werden kryptografisch überprüfbare Garantien verlangt.
Privatemode AI.¹⁰
Eine AI-Adoption-Plattform ist ein Arbeitsplatz für generative KI im Unternehmen. Mitarbeitende nutzen Chat, Assistenten und Anbindungen an Firmenwissen. Die IT legt fest, welche Modelle genutzt werden dürfen, wer welche Berechtigungen erhält und welche Datenschutzregeln gelten. Von einem reinen AI Gateway unterscheidet sich die Plattform dadurch, dass sie sich an Endnutzende richtet und nicht nur an Entwicklungsteams.
Hier finden Sie die für diesen Artikel herangezogenen Quellen. Drittquellen sind als solche gekennzeichnet.
Myra Security: AI Adoption Report 2026 – Schatten-KI, verlorenes Potenzial und neue Regeln. Civey-Online-Umfrage unter 4.000 Erwerbstätigen, die in Deutschland beruflich mit KI arbeiten, 5.–14. August 2026, statistische Fehlertoleranz ca. ±2,5 Prozent, Stand 26.08.2026

Stefan Bordel
Senior Editor
Stefan Bordel ist seit 2020 als Editor und Technischer Redakteur bei Myra Security tätig. Er verantwortet die strategische Entwicklung und redaktionelle Betreuung sämtlicher Content-Formate – von Website-Inhalten und Fachpublikationen über Whitepaper bis hin zu Social-Media-Kommunikation und technischer Dokumentation. In dieser Position verbindet er fundierte Expertise aus dem IT-Journalismus mit tiefgreifendem technischem Verständnis im Bereich Cybersecurity. Als langjähriger Linux-Enthusiast beobachtet er die Entwicklungen der IT-Branche sowohl privat als auch beruflich aus nächster Nähe.