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Internet-Backbones sind hochperformante Kernbereiche im Netzwerk, die darunterliegende Subnetze miteinander verbinden und dadurch den globalen Datenaustausch erst ermöglichen. Für die Übertragung kommt hauptsächlich Glasfaser, aber auch Verbindungen per Satellit zum Einsatz.

Wo alle Stricke zusammenlaufen: Der Begriff Backbone bezeichnet den Kernbereich eines Netzwerks, in dem kleinere Teilnetze für den Datenaustausch zusammenlaufen. Vergleichbar mit dem menschlichen Rückgrat, wovon sich auch der Name ableitet, bündeln sich hier die zentrale Datenströme. Was im menschlichen Körper die wichtigsten Nervenstränge sind, stellen im Internet die leistungsstarken Verbindungen zwischen den Knotenpunkten dar. Über diese Leitungen wird der Großteil des globalen Traffics übertragen, sie sorgen dafür, dass Cloud Services weltweit hochperformant arbeiten können.

Datenübertragung via Glasfaser oder Satellit

Technisch erfolgt die Datenübertragung heutzutage größtenteils über Glasfaserverbindungen, welche die in Lichtwellen umgewandelten Daten über Land sowie über dem Meeresgrund zwischen den Kontinenten transportieren. In einem verzweigten Netzwerk miteinander verbunden sichern die Backbone-Leitungen als Kernbereich des Internets die Datenübertragung mit hoher Bandbreite ab. Zusätzlich kommen auch Satelliten-gestützte Funkverbindungen für Backbones zum Einsatz.

Der redundante Aufbau der Backbone-Netze sorgt dafür, dass Störungen einzelner Leitungen aufgefangen werden können, um die Funktionalität auch im Schadensfall sicherzustellen. Hintergrund: In der Vergangenheit wurden schon mehrfach Unterwasserkabel von ankernden Schiffen beschädigt oder gar durchtrennt.

PoPs verbinden Backbone-Netze
Die physischen Verbindungspunkte zwischen den einzelnen Backbone-Leitungen stellen die sogenannten Points of Presence (PoPs) dar. Dort erfolgt die Datenübergabe zwischen den einzelnen Providern. PoPs verfügen über die notwendigen Router, Switches, Server und anderen Geräte, die für die Weiterleitung des Datenverkehrs in die verbundenen Netze erforderlich sind. Daher befinden sich die Rechenzentren für Präsenzpunkten häufig in unmittelbarer Nähe zu den großen Internet Exchange Points (IXP), wie etwa dem DE-CIX in Frankfurt. Die kurze Distanz von Präsenzpunkten und Internet Exchange Points sichert eine möglichst hohe Performance.

Um die Verwaltung der PoPs zu optimieren und für alle involvierten Provider, Cloud-Betreiber und andere Internet-Unternehmen möglichst performant und kostengünstig zu gestalten, werden an großen Knotenpunkten sogenannte Colocation Center, Carrier Hotels und Meet-me-Rooms betrieben. Anbieter stationieren hier die benötigte IT-Infrastruktur zur Weiterleitung der Daten innerhalb einer neutralen Umgebung mit sehr Bandbreiten-starken Verbindungen. Ein bekannter Betreiber von Cloud-neutralen Colocation Centern ist etwa der Myra-Partner Interxion, der über seine Infrastruktur Verbindungen zu mehr als 500 Netzbetreibern und 20 europäischen Internet Exchanges bereitstellt.

Hochskalierbare Performance mit Myra

Auch für Myra spielt eine schnelle und verlässliche Anbindung an die Internet-Backbones eine wichtige Rolle. Deshalb betreiben wir eine globale Secure-CDN-Infrastruktur, die weltweit an den zentralen IXPs und PoPs angebunden ist. Dadurch kann Myra auch unerwartet hohe Lastspitzen zuverlässig abfangen und für seine Kunden optimale Performance sicherstellen.

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