update page now

Neu: EU CAPTCHA – DSGVO-konformer Bot-Schutz. Jetzt 3 Monate kostenlos testen.

Puzzel

Was sind Captchas?

Captchas schützen Webapplikationen vor schädlichen Zugriffen durch Bots und Spammer. Das Plus an Sicherheit wird bei Lefacy-Lösungen jedoch mit Nachteilen bei Barrierefreiheit und Usability erkauft. Denn die kleinen Bild- und Audio-Rätsel stellen auch für manch menschliche Nutzer:innen eine Hürde dar. 

Mit modernen, interaktionsfreien Lösungen wie dem Myra EU CAPTCHA lassen sich diese Nachteile umgehen: Die Abwehr von Bots erfolgt im Hintergrund, ohne Bilderrätsel oder Tracking – und vollständig DSGVO-konform.

Mehr erfahren: EU CAPTCHA – DSGVO-konformer Bot-Schutz

01

Captchas: eine Definition

Beim Surfen im Internet begegnen Nutzer:innen schon seit einigen Jahren diversen Captcha-Verfahren. Die kleinen Bild- und Worträtsel sollen auf Webseiten sicherstellen, dass ausschließlich menschliche Besucher:innen auf die dahinter verborgenen Dienste zugreifen können. Damit schützen die kleinen Tools vor Missbrauch auf Internet-Plattformen. Der Begriff Captcha ist ein Akronym und stammt aus dem Englischen: „Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart“. So dient das Wort Captcha als Sammelbegriff für sämtliche Formen automatisierter Turing-Tests, die Computern zur Unterscheidung von Mensch und Maschine dienen.

Finger zeigt auf Netzwerk

02

Wie funktionieren Captchas?

Das Konzept von Captcha-Verfahren sieht Aufgaben vor, die von Menschen leicht lösbar sind, Computer-Systemen jedoch große Probleme bereiten. In der Praxis werden daher meist Bild- oder Worträtsel in Verbindung mit Weichzeichnern und ähnlichen optischen Manipulationen verwendet. Um diese Aufgaben maschinell zu lösen, sind ausgefeilte Algorithmen für die Bilderkennung und leistungsstarke Hardware erforderlich. Diese Hürden dienen der Abwehr automatisierter Anfragen und Spammer.

 

Eingesetzt werden Captchas überall dort im Netz, wo Dienste durch Bot-Zugriffe gefährdet sind. Mit der Technologie schützen Webmaster mitunter Online-Umfragen, E-Mail-Dienste oder auch sensible Services wie das Online-Banking vor Missbrauch. 

03

Was sind die Nachteile von Captchas?

Der Einsatz klassischer Captchas zum Schutz von Webdiensten ist nicht unumstritten. Vor allem eingebundene Bild- und Worträtsel schränken die Barrierefreiheit der dahinterliegenden Webapplikation massiv ein. Speziell sehbehinderten Menschen bereiten solche Captcha-Aufgaben große Schwierigkeiten beim Log-in. Akustische Captchas sollen Abhilfe schaffen, stehen jedoch für ihren hohen Schwierigkeitsgrad in der Kritik und sind für Hörgeschädigte ebenfalls problematisch.

​Auch im Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit gelten diese traditionellen Rätsel-Captchas als problematisch, da sie einen weiteren Schritt zur Anmeldung auf Webshops und anderen Portalen darstellen. Der zusätzliche Aufwand für potenzielle Kund:innen wirkt sich negativ auf die Konversionsrate aus – zumal Captcha-Aufgaben immer anspruchsvoller werden müssen, um Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz auszugleichen.

​Moderne, interaktionsfreie Captcha-Verfahren wie das Myra EU CAPTCHA verfolgen einen anderen Ansatz: Die Prüfung läuft im Hintergrund ab, ohne Bilderrätsel, ohne Zusatzklicks und ohne Tracking – bei gleichzeitig hohem Schutz gegen Bots und Missbrauch.

Person arbeitet an einem Laptop mit Code auf dem Bildschirm

Google reCAPTCHA: umstrittener Komfort-Service

Seit 2013 adressiert der Google-Dienst reCAPTCHA die Problematik um zu komplexe Anmeldevorgänge mit dem sogenannten No CAPTCHA. Dabei handelt es sich um eine Prüfmethode, die im Hintergrund Browsing-Daten wie beispielsweise IP-Adressen, Standort, Verweildauer und Mausbewegungen auswertet. Deuten die gesammelten Daten darauf hin, dass es sich um eine valide Nutzeranfrage handelt, genügt ein simpler Mausklick auf das Textfeld “Ich bin kein Roboter”, um das Captcha zu lösen. Fallen die Ergebnisse hingegen weniger eindeutig aus, kommen die bekannten visuellen oder akustischen Captchas zum Einsatz, um bösartige Bot-Zugriffe zu vereiteln. Die Weiterentwicklung reCAPTCHA v3 verzichtet auf zusätzliche Abfragen der Nutzer:innen. Hier werden automatische Zugriffe im Hintergrund identifiziert und verwaltet. Für Webseitenbesucher:innen mag reCAPTCHA ein willkommener Komfortgewinn sein, allerdings stören sich Datenschutzorganisationen zunehmend an der Weitergabe sensibler Anwenderinformationen an das US-Unternehmen.

04

Wie Cyberkriminelle Captchas umgehen

In der Praxis kommen Captcha-Abfragen primär zum Einsatz, um Missbrauch und Angriffe mittels Credential Stuffing oder Credential Cracking zu vereiteln. Zumeist haben es Cyberkriminelle bei ihren Attacken auf lukrative Konten für Online-Banking oder Payment abgesehen. Klassische Captchas dienen hier als zusätzliche Sicherheitsebene – als alleiniger Schutzwall sind diese Abfragen jedoch weniger geeignet. Für Cyberkriminelle und deren Bot-Armeen stellen herkömmliche Captchas keine unüberwindbare Hürde dar, denn es gibt diverse Methoden, um deren Schutzfunktion zu umgehen:

Moderne Algorithmen

Moderne Algorithmen sind dazu in der Lage, selbst komplexe Captchas zuverlässig zu lösen und schneiden dabei sogar meist besser ab als menschliche Nutzer:innen. Im technologischen Wettlauf sind daher beständig verbesserte Captcha-Verfahren erforderlich, um verlässlichen Schutz zu gewährleisten.

Trojaner

Trojaner können tausendfach Anwender:innen dazu verleiten, Captcha-Abfragen manuell auszufüllen – etwa getarnt als Minigames auf Webseiten oder lokalen Systemen.

Captcha Solving Services

Captcha Solving Services bieten die Auflösung von Captcha-Abfragen als Dienstleistung zu Spottpreisen an und stellen sogar Schnittstellen für die weitere Verarbeitung der Daten zur Verfügung. Die Beantwortung der Captchas übernehmen bei diesen Diensten Armeen von Billiglöhnern, die in Entwicklungsländern die digitalen Rätsel manuell lösen. Per API-Integration lassen sich Captcha Solving Services sogar direkt an die automatisierten Angriffstools der Cyberkriminellen anbinden.

05

Wie lässt sich der Schutz von Captchas erweitern?

Die dargelegten Beispiele zeigen, dass das Captcha-Verfahren allein für einen umfassenden Schutz von Konten und Log-ins nicht ausreicht. Zwar mögen zahlreiche böswillige Bot-Anfragen durch den gezielten Einsatz von Captchas zu verhindern sein, aber ambitionierte Kriminelle können Webmaster damit nicht beeindrucken.

 

Effektiver lässt sich schädlicher Traffic hingegen über Bot Management Services abwehren. Die Security-Lösung identifiziert Bot-Anfragen eindeutig und ermöglicht Seitenbetreibern granular zu steuern, welche Arten von maschinellem Traffic wann auf der Webseite erlaubt sind. Die präzise Verwaltung des Traffics erhöht nicht nur den Schutz von Log-ins, sondern erlaubt auch einen performanteren und günstigeren Betrieb der Webseite. So lassen sich etwa erwünschte Bot-Anfragen auf Traffic-arme Tageszeiten verlegen, um zu Stoßzeiten mehr Leistung für menschliche Zugriffe bereitstellen zu können.

06

Captchas: Das müssen Sie wissen

Bei klassischen Captchas handelt es sich meist um kleine Bild- und Worträtsel, die den automatisierten Zugriff von Bots auf Webseiten unterbinden sollen. Diese Turing-Tests sind darauf ausgelegt, dass lediglich menschliche Nutzer:innen sie erfolgreich meistern. Allerdings verfügen Cyberkriminelle über verschiedene Methoden, um ihre schädlichen Bots an solchen Captcha-Sperren vorbeizuschleusen – etwa durch spezielle Algorithmen, Trojaner oder Captcha Solving Services.

Für eine holistische Kontrolle automatisierter Zugriffe reicht der Einsatz traditioneller Rätsel-Captchas allein daher nicht aus. Hierfür sind umfangreichere Werkzeuge wie Bot Management Services erforderlich, die eine granulare Steuerung von Bots auf den eigenen Websites erlauben. In Kombination mit einer modernen, privacy-first Captcha-Lösung wie dem Myra EU CAPTCHA entsteht ein mehrstufiges Schutzkonzept, das sowohl Sicherheit als auch Nutzerfreundlichkeit berücksichtigt.

Erfahren Sie mehr über Myra EU CAPTCHA

Über den Autor

Björn Greif

Senior Editor

Über den Autor

Björn Greif startete seine Redakteurskarriere 2006 beim IT-Nachrichtenportal ZDNet. 10 Jahre und exakt 12.693 Artikel später engagierte er sich beim deutschen Start-up Cliqz für mehr Privatsphäre und Datenschutz im Web. Vom Datenschutz zur IT-Sicherheit war es dann nur noch ein kleiner Schritt: Seit 2020 schreibt Björn bei Myra über die neusten Trends und Entwicklungen in der Welt der Cybersecurity.