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DORA (Digital Operational Resilience Act)
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Der Finanzsektor ist einer der am stärksten digitalisierten Wirtschaftsbereiche und damit auch einer der attraktivsten Angriffsziele für Cyberkriminelle. Operative IT-Vorfälle können bei grenzüberschreitend agierenden Finanzdienstleistern nicht nur ein einzelnes Unternehmen treffen, sondern ganze Teilsektoren destabilisieren. Mit der DORA-Verordnung hat die EU auf diese wachsende Bedrohungslage reagiert und einen einheitlichen Rechtsrahmen für DORA IT Security und digitale Resilienz im Finanzbereich geschaffen.
Der Digital Operational Resilience Act (DORA) ist offiziell die EU-Verordnung (EU) 2022/2554. Sie ist seit dem 17. Januar 2023 in Kraft und soll sicherstellen, dass Banken, Versicherungen, Investmentfirmen und andere Finanzunternehmen IKT-Störungen – etwa Cyberangriffe oder Systemausfälle – standhalten, darauf reagieren und sich schnellstmöglich davon erholen können.
Dazu legt DORA unter anderem einheitliche Anforderungen für das IKT-Risikomanagement, die Meldung von Vorfällen, Sicherheitstests und den Umgang mit externen IT-Dienstleistern fest. Ziel ist es, den europäischen Finanzsektor widerstandsfähiger gegen Cyberangriffe und digitale Störungen zu machen.


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IKT-Risikomanagement | EBA-Leitlinien, MaRisk, BAIT | Erweiterte Anforderungen, Vorstandsverantwortung explizit geregelt |
Drittanbieter-Aufsicht | Begrenzt | Aufsichtsrahmen für kritische IKT-Drittanbieter durch die europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) |
Penetrationstests | Empfehlung | Verpflichtend alle 3 Jahre (TLPT) für bestimmte Institute |
Incident Reporting | National unterschiedlich | Harmonisierte EU-weite Meldestandards und -fristen |
Geltungsbereich | Meist national | Einheitlich in der gesamten EU |
DORA steht für Digital Operational Resilience Act – zu Deutsch: Verordnung über die Betriebsstabilität digitaler Systeme des Finanzsektors. Es handelt sich um eine verbindliche EU-Verordnung, die Finanzunternehmen und ihre IKT-Dienstleister zu digitaler Widerstandsfähigkeit verpflichtet.
Björn Greif
Senior Editor
Björn Greif startete seine Redakteurskarriere 2006 beim IT-Nachrichtenportal ZDNet. 10 Jahre und exakt 12.693 Artikel später engagierte er sich beim deutschen Start-up Cliqz für mehr Privatsphäre und Datenschutz im Web. Vom Datenschutz zur IT-Sicherheit war es dann nur noch ein kleiner Schritt: Seit 2020 schreibt Björn bei Myra über die neusten Trends und Entwicklungen in der Welt der Cybersecurity.