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Für Unternehmen kommt es künftig verstärkt darauf an, wie schnell und gut sie sich etwa Cloud- und Remote-Work-Lösungen zunutze machen. Für 2021 prognostizieren die Analysten von Forrester weiter steigende Investitionen in diese neuen Technologien.

Die besonderen Herausforderungen im Corona-Jahr 2020 haben Unternehmen die Vorteile von Cloud Computing unmittelbar vor Augen geführt. Viele Firmen waren in der ersten Lockdown-Phase gezwungen, in kürzester Zeit Remote Work einzuführen oder ihr Angebot auf digitale Services umzustellen. Dabei haben sich Cloud-Lösungen dank ihrer hohen Zugänglichkeit, Skalierbarkeit und Sicherheit als enorm hilfreich erwiesen. Forrester Research erwartet, dass knapp ein Drittel (30 Prozent) der Unternehmen auch 2021 verstärkt in die Bereiche Cloud, Sicherheit und Risikomanagement, Netzwerke und Mobilität investieren wird.

Remote Work bleibt Teil des „New Normal“

Mindestens ein Drittel der europäischen Büroangestellten wird 2021 weiterhin in Vollzeit von Zuhause aus arbeiten – nach 4 Prozent im Jahr 2019. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der befragten Führungskräfte rechnet mit einem dauerhaft höheren Anteil an remote arbeitenden Vollzeitkräften – teilweise sogar über Ländergrenzen hinweg.

Remote-Arbeit wirkt sich auch auf die IT-Sicherheit in Unternehmen aus, weil das Sicherheitsniveau der extern angebundenen Mitarbeiter nur selten dem der üblichen Firmenumgebung entspricht. So wird unbeabsichtigtes oder böswilliges Fehlverhalten von Mitarbeitern 2021 voraussichtlich bei einem Drittel aller Datenverletzungen eine Rolle spielen, gegenüber 25 Prozent heute. Unternehmen können hier unter anderem mit Awareness-Schulungen gegensteuern, um Angestellte für Bedrohungen zu sensibilisieren und ihnen zu vermitteln, wie wichtig die Einhaltung aller Sicherheitsrichtlinien ist.

Corona verstärkt den Cloud-Trend

Seine Prognose für den weltweiten Public-Cloud-Infrastruktur-Markt hat Forrester angesichts der von vielen Unternehmen im Zuge der Corona-Pandemie eilig vorangetriebenen Cloud-Migration nach oben korrigiert: Für 2021 sagen die Marktforscher jetzt ein Wachstum um 35 Prozent auf 120 Milliarden US-Dollar voraus.

Der europäische Public-Cloud-Markt wird weiterhin von den US-Hyperscalern Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud Platform dominiert. Sie sind bereits heute in 46 Prozent der befragten europäischen Unternehmen die Hauptanbieter von Public Cloud Services – Tendenz steigend.

Privacy-Shield-Aus als Damoklesschwert für Compliance

Allerdings birgt die Zusammenarbeit mit einem US-Partner immer ein gewisses Risiko, gegen europäische Datenschutzgesetze oder branchenspezifische Compliance-Vorgaben zu verstoßen. Nach dem Außerkraftsetzen des EU-US-Datenschutzschildes durch den EuGH müssen europäische Unternehmen vor der Übermittlung persönlicher Daten in die USA daher genau prüfen, ob beim Empfänger ein DSGVO-konformes Datenschutzniveau gewährleistet ist. Das gestaltet sich jedoch oft schwierig, weil nicht exakt nachvollzogen werden kann, wann wo welche (Meta-)Daten in die USA übertragen werden und wer dort eventuell Zugriff darauf hat.

Zudem gestattet der Cloud Act US-Behörden seit März 2018 sogar den Zugriff auf Daten, die US-amerikanische IT-Dienstleister oder Internetfirmen in Rechenzentren außerhalb der USA speichern. Durch die Wahl eines zertifizierten Cloud-Anbieters aus Europa lässt sich diese Problematik umgehen.

GAIA-X wird 2021 noch kein Faktor

Abhilfe verspricht hier etwa die europäische Cloud-Initiative GAIA-X, die aufgrund bisher fehlender konkreter Dienstleistungen aber noch keine signifikante Marktauswirkung hat. Daran wird sich voraussichtlich auch 2021 nichts ändern. Allerdings ist zu erwarten, dass sich alle großen Cloud-Anbieter an der Initiative beteiligen werden, sobald GAIA-X zweckgerechte Richtlinien für den Datenaustausch und die Datennutzung entwickelt haben wird.

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